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Mittwoch, 17. April 2013

April 2013 / Sound

von Elina Göhrmann

Greg Laswell – Comes and Goes
Für die Einsamen, für die Niedergerissenen, für die Gläubigen, zum Glauben. Dieses Lied handelt von so vielen Gefühlen und Widmungen, dass es aus nichts anderem besteht und zu jeder Tatsache gibt es einen kleinen „Mutmacherspruch“. Als ich durch Zufall auf dieses Lied gestoßen bin hatte ich noch keine Ahnung, worum es darin geht und trotzdem habe ich sofort freudig die Anfangsmelodie mit gesummt. Und als ich es dann schließlich wusste war das Lied sofort eins meiner Lieblingslieder. Eine sanft klingende Melodie, ein Inhalt, den nicht jedes Lied hat und darin versteckt tausend Wünsche an die Menschen um einen herum. Das Wort, das dieses Lied für mich beschreibt: wundervoll.

Passenger – Let her Go
Ein Lied, welches zu unserem Thema passt. 'Loslassen'. Dieses Wort verbinde ich seit ich dieses Lied kenne mit jeder Zeile, denn es handelt davon, etwas zu vermissen, wenn man es verloren hat. Oder wenn man es losgelassen hat. „Weißt nur, dass du sie liebst, wenn du sie gehen lässt. Und du lässt sie gehen.“ ist die Übersetzung von dem Schluss des Liedes, welches zeigt, dass der Mensch trotzdem immer wieder etwas loslässt. Und weil es für mich auf so viele Situationen passt und es dank der Melodie je nach meiner eigenen Stimmung traurig oder fröhlich klingt, kann ich es immer und immer wieder hören – egal wie oft es im Radio läuft.

Itchy Poopzkid – Yesterday Night
„Yesterday night started with a smile of the girl, that's sleeping right by my side. I wanted I needed to make her mine for such a long time […] I thought, she was the one. Can anyone, anyhow be so wrong? […] I need some, some distance and time alone.“
In dem Lied geht eine Entwicklung vor, wie ein roter Faden und ich fand solche roten Fäden in einem Lied schon immer schön, besonders, wenn man sie hören kann. Am Anfang dachte ich, wegen der ersten Zeile des Liedes, dass es um das Lächeln geht, um die Freude, doch dann veränderte sich nicht nur die Melodie, sondern auch die Stimme. Es wurde lauter, wie Gefühle in einem lauter werden, wenn man aufgewühlt ist. Man hört die Veränderungen, die das 'ich' in diesem Lied durchmacht und das finde ich so bemerkenswert, so schön.

Unsere Sound-Playlist findet ihr bei spotify unter: Wortfluss Sound
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Printseite April 2013 / Loslassen

von Elina Göhrmann

Loslassen ist das Einfachste der Welt, man muss einfach nur die Hand öffnen. Doch wenn die Finger sich dabei in die Handfläche krallen, wird es schwerer. Und wenn man das Ganze auf das Herz bezieht, dann ist es das Schwerste auf der Welt.
Ich stehe hier am Bahnhof und warte auf den Zug. Um mich herum sind Berge mit schneebedeckten Gipfeln. Wie jedes Mal hängt mein Herz an diesem Anblick - an der Ruhe, die ich hier in Österreich finde. Schon lange fahre ich in dieses Land und doch entdecke ich jedes Mal etwas Neues und verliebe mich immer mehr in alles. Und mein Herz krampft sich zusammen, wenn ich die Liebe gegen Sehnsucht eintauschen muss. So wie es jetzt sein wird, wenn ich in den Zug steige. Ich habe schon oft überlegt, was passieren würde, wenn ich einfach am Bahnsteig stehen bleiben und den Zug wegfahren lassen würde. Doch jedes Mal läuft es auf dasselbe hinaus: ich wäre alleine. Ich und das Land wären dann nur noch hier, doch schon der Gedanke daran ist voller Vermissen – meine Familie, meine Freunde, mein Leben. Vermissen hängt mit Loslassen zusammen wie Hass und Liebe. Und, wie jedes Mal, entscheide ich mich dann doch für das weniger schmerzliche und bringe mein Herz dazu loszulassen. Ich steige in den Zug und denke dabei mit jedem Schritt „Loslassen ist das Einfachste der Welt, man muss einfach nur die Hand öffnen.“ und das hilft.

von Tassia Weimann

„Lass dein altes Leben hinter dir, Babe!“ Ich fühle mich als würde ich auf einer Klippe stehen. Der warme, jedoch starke Wind in meinen Haaren. Eines von diesen Mutproben, denen ich mein ganzes Leben aus dem Weg gegangen bin. Chronischer Angsthase mit Hang sich zu verletzen. Und sich zu verletzen ist nicht so meine Lieblingsbeschäftigung. Aber das Dumme ist, ich glaube deswegen stehen wir gerade hier. Um was zu wagen. Nicht mehr abhängig zu sein vom vorherigen Leben. Nicht mehr gebunden sein an alte Bekanntschaften, Liebschaften, Freundschaften. Weil diese Bindungen nicht mehr wirklich zu ertragen waren. Das meiste war mehr Gewohnheit, als eine Verbindung. Mehr Nebeneinanderher leben. Eifersüchtig sein auf alte Beziehungen, die nichts zu bedeuten haben in der Gegenwart. Alte Feinde, die sich nie nochmal kennengelernt habe und somit nicht wissen, wie ähnlich sie sich sind. Und der Rest war einseitige Mühe. Herzblut, das immer wieder im Keim erstickt wurden, weil der Andere zu feige war, die Wahrheit auszusprechen. Dass es vorbei ist mit der gemeinsamen Zeit. Dass es zu viel Vergangenheit ist, um noch freie Sicht auf die Zukunft haben zu können.
Ich glaube, es ist Zeit nach vorne zu sehen. Doch vor mir sind nur Abgrund und eine spiegelglatte Oberfläche, die jedoch schön türkis glitzert. „Verdammt!“, denke ich und klammere mich an den mentalen Pfahl. Wenn das alles so leicht wäre, würde es sicherlich jeder tun.
„Hey Girl, lass einfach los“, sagst du mit einer Leichtigkeit, die mir eine Gänsehaut bereitet. Deine Augen sehen so aus, als würdest du einen Pakt mit dem Teufel schließen. Gerade in diesem Moment. Irgendwie wahnsinnig. Und irgendwie gefällt mir das. 

von Yasemin Rittgerott

„Du musst mich jetzt loslassen.“, flüstert sie, während ich ihre weiße Hand nur noch fester umklammere. „Es ist Zeit.“ „Wie kann es denn schon Zeit sein, wenn ich doch noch nicht bereit bin?“, schreie ich ihr in Gedanken entgegen, lockere aber dennoch meinen Griff. „Ich will aber noch nicht gehen.“, nuschle ich in meinen Schal. Ein Lächeln huscht über ihre Lippen und ich weiß sie versteht mich. Es ist einfach noch zu früh, ich bin mir allein noch so unsicher. Langsam windet sie ihre Hand aus meiner. Sie blickt mir ein letztes Mal tief in die Augen, bevor sie im schwarzen Nichts verschwindet. Und während ich ihr nachblicke, spüre ich, wie mein Körper sich plötzlich ganz leicht anfühlt.
Sie hat wahrscheinlich recht. Ich habe mich zu lange an ihr festgeklammert. Ich brauche sie gar nicht. Noch mehr – ich bin ohne sie besser dran. Entschlossen öffne ich die Augen. Ich bin allein, wie auch schon Minuten zuvor. Doch es ist, als wäre eine Last von meinen Schultern gefallen wäre. Ich sitze am Fenster und blicke auf die grünen Wiesen, ich fühle mich befreit. So schwer es mir auch fiel, ich habe mich von der Furcht gelöst. Einer Furcht, die mich lange Zeit wie ein Schutzpanzer umgab, mich geschützt, aber auch auf den alten, immer gleichen Bahnen gehalten hat. Es war ein sicheres Leben, aber jetzt muss es anders weitergehen. Die Furcht und ich werden in Zukunft getrennte Wege gehen. Denn ich weiß, es gibt noch so viel zu erleben!

Sound von Elina Göhrmann

Greg Laswell – Comes and Goes
Für die Einsamen, für die Niedergerissenen, für die Gläubigen, zum Glauben. Dieses Lied handelt von so vielen Gefühlen und Widmungen, dass es aus nichts anderem besteht und zu jeder Tatsache gibt es einen kleinen „Mutmacherspruch“. Als ich durch Zufall auf dieses Lied gestoßen bin hatte ich noch keine Ahnung, worum es darin geht und trotzdem habe ich sofort freudig die Anfangsmelodie mit gesummt. Und als ich es dann schließlich wusste war das Lied sofort eins meiner Lieblingslieder. Eine sanft klingende Melodie, ein Inhalt, den nicht jedes Lied hat und darin versteckt tausend Wünsche an die Menschen um einen herum. Das Wort, das dieses Lied für mich beschreibt: wundervoll.

Passenger – Let her Go
Ein Lied, welches zu unserem Thema passt. 'Loslassen'. Dieses Wort verbinde ich seit ich dieses Lied kenne mit jeder Zeile, denn es handelt davon, etwas zu vermissen, wenn man es verloren hat. Oder wenn man es losgelassen hat. „Weißt nur, dass du sie liebst, wenn du sie gehen lässt. Und du lässt sie gehen.“ ist die Übersetzung von dem Schluss des Liedes, welches zeigt, dass der Mensch trotzdem immer wieder etwas loslässt. Und weil es für mich auf so viele Situationen passt und es dank der Melodie je nach meiner eigenen Stimmung traurig oder fröhlich klingt, kann ich es immer und immer wieder hören – egal wie oft es im Radio läuft.

Itchy Poopzkid – Yesterday Night
„Yesterday night started with a smile of the girl, that's sleeping right by my side. I wanted I needed to make her mine for such a long time […] I thought, she was the one. Can anyone, anyhow be so wrong? […] I need some, some distance and time alone.“
In dem Lied geht eine Entwicklung vor, wie ein roter Faden und ich fand solche roten Fäden in einem Lied schon immer schön, besonders, wenn man sie hören kann. Am Anfang dachte ich, wegen der ersten Zeile des Liedes, dass es um das Lächeln geht, um die Freude, doch dann veränderte sich nicht nur die Melodie, sondern auch die Stimme. Es wurde lauter, wie Gefühle in einem lauter werden, wenn man aufgewühlt ist. Man hört die Veränderungen, die das 'ich' in diesem Lied durchmacht und das finde ich so bemerkenswert, so schön.


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Mittwoch, 23. Januar 2013

Prinseite Januar 2013 / "Indianer"* im Ausland


* Wortfluss hieß vor einiger Zeit einmal "Indianer". Aufgrund von möglicher diskriminierender Auslegung wurde der Name geändert. Die Wortbedeutung stammte jedoch aus dem englischen Wort "independent", zu Deutsch "unabhängig".


von Yasemin Rittgerott

Alter: 19-20
Wann: von Juli 2012 bis Juli 2013
Wo: England

Ich wusste schon sehr lange, dass ich nach meinem Abitur etwas von der Welt sehen möchte. Ich wollte gerne mein Englisch verbessern und eine andere Kultur kennenlernen. Dadurch, dass meine Familie früher selbst Au pairs hatte, entschied ich mich schon sehr früh, diesen Weg ins Ausland zu nehmen.
Ich machte mich schon früh eigenständig auf die Suche nach einer Gastfamilie und wurde leider erst spät fündig. Dafür war mit dieser Familie sehr schnell alles klar.
Im Juli des letzten Jahres macht ich mich dann also auf in das Vereinigte Königreich zur Familie Edwards, die aus Vater, Mutter und einem Jungen (12) und einem Mädchen (10) besteht.
In meinen ersten Wochen hier waren noch Ferien und ich verbrachte die meiste Zeit mit Kinder hüten und Haushaltsarbeit. Und trotzdem war ich ziemlich glücklich: Ich verstand mich gut mit den Gasteltern, die Kids und ich hatten immer viel Spaß zusammen und die Arbeit im Haushalt war auszuhalten. Auch an 24 Stunden geöffnete Supermärkte, die Kreisel, das lInks-Fahren und die sehr freundlichen Menschen gewöhnte ich mich mehr als nur gut. Zusammen mit den zahlreichen anderen Au pairs aus der Gegend begann ich England zu entdecken und wirklich gute Erinnerungen zu sammeln.
Mit der Zeit kam dann der Alltag: Die Kids gingen ins Internat, die Eltern arbeiten und ich erledigte meine an einer Hand abzählbaren Aufgaben. Die viele Freizeit die ich nun hatte, verbrachte ich mit College und anderen Unternehmungen mit anderen Au pairs.
Da ich die Familie nun ja nicht mehr wirklich oft sah, blieben vor allem die Ferien, um sie noch besser kennenzulernen. Und da musste ich dann lernen, dass Kinder leider nur meistens süß sind und wir auch nur meistens viel Spaß miteinander haben. Denn manchmal sind sie auch sehr launisch, zickig und besserwisserisch. Sätze wie „Aber Mama sagt...“ musste ich mir gerade von dem Mädchen des Öfteren anhören. Leider vergessen sie auch gerne, den Wasserhahn richtig zuzudrehen, die Toilettenspülung zu betätigen oder ihr benutztes Geschirr wieder in die Küche zu räumen. Eine Zeit habe ich nur gedacht, mit 10 und 12 sollte man doch diese Dinge bereits gelernt haben. Aber ich musste feststellen, dass auch die Eltern, eben diese Dinge gerne nicht machen.
Aber ich bin eben nicht zu Hause & jede Familie ist ein bisschen anders, daran muss man sich gewöhnen und anpassen. Meine Familie lässt halt gerne mal etwas rumliegen, aber wozu braucht man auch sonst ein Au pair und eine Putzfrau? Und dank Maria (der Putzfrau) und mir sieht es eigentlich auch immer gut aus. Ok, ich möchte jetzt nicht übertreiben, sie lassen ja nicht ALLES rumliegen, nur manchmal, denke ich mir auch nur so „Aaachsoo...“. Solche Geschichten hört man eigentlich von jedem Au pair. Jede Familie hat so ihre Eigenarten und so bleibt uns bei unseren wöchentlichen Treffen zum Tee trinken (ich liebe schwarzen Tee mit Milch!) immer genügend Gesprächsstoff.
Trotz allem bin ich super zufrieden hier, ich mag meine Gastfamilie, sie haben viele Freunde und ich durfte schon dem ein oder anderen Straßen-Grill-Fest mit der ein oder anderen Flasche Wein beiwohnen (Englische Familien scheinen gerne viel Wein zu trinken). Ich habe mit oder über sie immer was zu lachen und fühle mich sehr willkommen und zu Hause. Das einem „seine“ Familie oder sein „Chef“ ab und zu mal auf die Nerven geht ist ja ganz normal. Und für mich einen sich eben die Beiden in einem. Mit einem Schmunzeln lassen sich aber diese nervigen Kleinigkeiten doch sehr leicht bewältigen.
Ich habe hier mein eigenes Auto und super viele Freiheiten. Es ist noch besser, als ich es mir immer vorgestellt habe und England ist einfach wunderschön, wenn man von den manchmal Feldwegartigen Straßen absieht.
Ich lebe hier definitiv meinen Traum!

von Tassia Weimann

Foto: Rebekka Lenz
Alter: 19
Wann: von Januar 2013 bis Ende Mai 2013
Wo: Schweiz

Marie schmiegt ihren Kopf an meiner Schulter. „Was machst du?!“, fragt sie und drückt auf die Tasten meines Laptops. „Ich schreibe einen Text.“ Doch das interessiert sie nicht wirklich, die Tasten und die Maus sind viel interessanter. Ich unterbreche also den Versuch im Wohnzimmer meinen Text zu schreiben und öffne Paint, um mit ihr ein paar virtuelle Kreise zu zeichnen. Schnell kommen auch Alba und Moritz auf das Sofa gesprungen und möchten selbiges tun. Ich versuche zunächst noch auf mein Notizheft auszuweichen, aber dieses wird kurzerhand als Malbuch gebraucht. Nun gut, also wird das Projekt auf später verschoben – Spielen ist jetzt wichtiger.
Seit über zwei Wochen lebe ich nun im kleinen Deitingen bei Solothurn in der deutschsprachigen Schweiz. Für fünf Monate werde ich hier als Au Pair arbeiten und mich um die dreijährigen Zwillinge Alba und Marie und ihren großen Bruder Moritz (bald fünf Jahre alt) kümmern. Letzteres ist meine Hauptaufgabe neben kleineren Hausarbeiten, wie die Geschirrspülmaschine ein- und auszuräumen oder zu staubsaugen. In den ersten vierzehn Tagen habe ich mich nun schon recht gut an den Alltag gewöhnt. Nur die Sprache bleibt für mich weiterhin ein kleines Problem. Schweizerdeutsch ist eindeutig eine Fremdsprache! Schon öfters sind kleine Missverständnisse entstanden. Zum Beispiel als meine Gastmutter mich fragte, ob wir „laufen“ gehen wollten. Ich war ein wenig perplex, da ich weder unendlich sportlich noch das richtige Paar Schuhe zum Laufen hatte. Als ich dieses Andrea erklärte, guckte sie verwundert auf meine Winterschuhe, bis wir beide merkten, dass wir total aneinander vorbeigeredet hatten. „Laufen“ bedeutet in der Schweiz nämlich unser normales „gehen“ und somit war meine anfängliche Panik umsonst gewesen. Wenn ich teils die Kinder nicht verstehe, zum Beispiel wenn ich Tiere malen soll, lasse ich mir meistens die Laute der Tiere vormachen oder Moritz versucht es in das Hochdeutsche zu übersetzten, was meistens schon ganz gut glückt.
Die Zeit mit den Kindern ist schön, aber teils auch sehr anstrengend. Neben den schönen Momenten, wie dem Vorlesen auf dem Sofa, wenn alle drei Kinder sich an dich ankuscheln oder den gemeinsamen Spielen, wo ich dann als Mamakrokodil oder Tiger fungiere, gab es auch schon größere und kleine Tiefs. Diese entstehen meistens aus der Frustration, wenn man hört: „Nein, du darfst das nicht anziehen. Nur Papa/Mama darf das!“ oder auch, wenn die Sehnsucht nach der Heimat gerade etwas stärker wird. Jedoch sind das immer nur kleinere Momente, die dank Gesprächen mit meinen Gasteltern (mit denen ich mich super verstehe!) oder Skype mit Freunden und Familie schnell wieder überwunden werden.
Ich freue mich schon in den nächsten Monaten neue Leute, die Kultur und die schöne Umgebung besser kennenzulernen. Ich werde das erste Mal Skifahren, hier als Faschingsmuffel die große Fasnachtskultur kennenlernen, an den Solothurner Filmtagen den einen oder anderen schweizerischen Film sehen und hoffentlich nicht zu viel Geld ausgeben, was hier schnell passieren kann. Aber schon nach zwei Wochen kann ich sagen, dass es für mich das Richtige war, sich in das Abenteuer Schweiz zu stürzen und ein Stück über sich selbst hinaus zu wachsen.

Liste von Yasemin Rittgerott

Geh ins Ausland!
Mit:
  •  Offaehrte: Sprachreisen, Schüleraustausch, Freiwilligenprojekte, Erlebnisreisen
  • EF - Education First: Sprachreisen, Schüleraustausch, Au pair, Studium
  •  international Services: Vermittlung von Jobs im Ausland
  •  www.aupairworld.net: unabhängig Gastfamilien aus aller Welt finden
  • WWOOF - World Wide Opportunities on Organic Farms: arbeite auf Farmen auf der ganzen Welt
  • iST – Internationale Sprach- und Studienreisen: Schüleraustausch, Sprachreisen, Auslandsstudium, Work & Travel, Praktikum, Au pair
  • MultiKultur: Au pair, Freiwilligenarbeit, Work & Travel, Praktikum
  • Weltwärts – Der Freiwilligendienst des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung: Vermittlung von Freiwilligenarbeit in Entwicklungsländern
  • Kulturweit - Der Freiwilligendienst des Auswärtigen Amts: Freiwilligenarbeit in Entwicklungsländern
  • Ayusa-Intrax: Schüleraustausch, Au pair, Sprachreisen, Praktiukum, Work & Travel, Freiwilligenarbeit
Keine Garantie auf Vollständigkeit!


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Mittwoch, 19. Dezember 2012

Dezember 2012 / Sound

von Elina Göhrmann

High Five – Kleine Zeichen
Als ich dieses Lied zum ersten Mal bei einem Konzert dieser A Capella Gruppe gehört habe, habe ich mich sofort in den Text verliebt. „Es sind kleine Zeichen, die große Worte meinen“. Dieser Satz gibt einfach das wieder, was ich schon seit Jahren mit einem Lächeln bei jedem Menschen beobachte: dass Gesten manchmal mehr sind als Worte und genau das ist für mich das Besondere im Leben.

Chima – Risiko
„Heute geh' ich Risiko statt Kontrolle, einfach Risiko […] und ich tanz' auf dem Vulkan verdammt, was soll mir passieren“.
Das Lied zeigt mir immer, dass man manchmal auch etwas riskieren muss, um an sein Ziel zu gelangen. Auch, wenn ich das eigentlich immer weiß, ist der Gedanke an das Lied oft der letzte Schubser, bevor ich den Sprung über den Abgrund wage – vielleicht eine Art Kraftreserve.

Bosse – Wende der Zeit
Dort, wo meine Füße sind, ist der Augenblick, der vielleicht das große Glück bringen könnte. Dort, wo ich gehe, ist der Weg, der mich zu neuen Wegen führen wird. Was bringt es mir, an den Rand des Weges zu gucken, wie andere Leute ihren Weg gehen, selbst wenn dieser vielleicht heller ist als meiner? Was bringt es mir das Glück anderer zu betrachten, wenn ich dadurch Gelegenheiten verstreichen lasse, die vielleicht zu meinem Glück hätten werden können? Ich selbst bin meine Wende der Zeit – hört euch das Lied an, dann wisst ihr genau was ich meine, denn dieses Lied erzählt von all' diesen Gedanken.

Unsere Sound-Playlist findet ihr bei spotify unter: Wortfluss Sound
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Prinseite Dezember 2012 / Weihnachten

von Tassia Weimann

Wenn ich Weihnachten meine, dann meine ich:
  • Der Weihnachtsgottesdienst um 23 Uhr in der Jakobikirche, wenn schweigende Massen in Kirchenschiffen sitzen und sich von Worten und Melodien hin- und herwiegen lassen, sich berühren lassen.
  • Die strahlenden Augen beim Geschenke auspacken. Weil man das Geschenk des Menschen wegen nicht des Geldes wegen gekauft oder gebastelt hat.
  • Weihnachtsbäume, die nur für eine Person geschmückt wurden. Für die Weihnachten etwas Schmerzliches ist.
  • Das Krippenspiel mit seinen kleinen Engeln, die eher ins Mikrofon kreischen als singen. Mehr winken als schauspielern. Und die trotzdem jedes Mal das Herz erwärmen.
  • Jedes Jahr dasselbe Weihnachtsessen: Kartoffelsalat mit Würstchen. Und jedes Jahr aufs Neue, schwöre ich mir, dass ich es später anders machen werde. Mit ordentlichen Braten oder Ente oder Gans – alles außer das.
  • Der Druck „das perfekten Weihnachtsgeschenk“ zu finden, der schon Anfang November beginnt. Und im Endeffekt gibt man doch wieder mehr Geld aus, als geplant.
  • Das Glück, wenn es an Heilig Abend schneit und man mit großen Augen die ersten Schneeflocken betrachtet und schätzt.

von Elina Göhrmann

Hier stehe ich nun hoch oben mit Schnee in meinen Haaren und dick eingemummelt in meiner Skijacke. Die Bergluft um mich herum ist kalt und alles um mich herum glänzt und glitzert unter der weißen Pracht. Kälte gehört mit zur Weihnachtszeit, vor allem hier in Österreich, und ohne die Kälte wäre es wohl auch nicht dasselbe, egal wie oft ich mich darüber beschwere. Jetzt, wo ich den Treffpunkt erreicht habe, kann ich alles betrachten, nicht nur die Schemen, die beim Skifahren an einem vorbei zischen. Statt jedoch vorhin zugehört zu haben, rauscht mein kleiner Cousin an mir vorbei und freut sich, dass er einmal schneller war als ich, bevor er bemerkt, dass sein Bruder schön bei mir stehen geblieben ist und dass er am Treffpunkt vorbeigefahren ist. „Verdammt.“ höre ich ihn nur fluchen, bevor er einmal tief Luft holt und mühsam den Hügel auf Skiern wieder hoch stampft. Ich lächle aufgrund dieser Situation, während mein kleiner Bruder, der inzwischen auch angekommen ist, hoch zur schon geschafften Strecke schaut und etwas davon murmelt, dass die Erwachsenen immer so lange brauchen, bevor er erleichtert meint: „Da kommen sie ja endlich!“ Die Zeit auf der Piste ist für mich Weihnachten, diese ganze Woche ist für mich Weihnachten, weil die Stimmung an jedem einzelnen Tag festlich und gemeinschaftlich ist. Ich erinnere mich an letztes Jahr, wo wir unsere neuste Tradition angefangen haben und den Film „Zwei Weihnachtsmänner“ zusammen geguckt haben. Heute Abend würden wir eben diesen wieder gucken und so lange lachen, bis uns der Bauch weh tut – das war fest geplant und eine der Sachen auf die man sich ein ganzes Jahr lang freuen konnte. „Ich bekomme nie genug von Österreich“, denke ich noch, bevor alle angekommen sind und es weiter geht – immer abwärts, und dann immer wieder hoch.

Liste von Yasemin Rittgerott

  • Niederlande (und Belgien): Die Niederlande feiern erst seit wenigen Jahren auch das typische Weihnachten. Jedoch ist ihnen die Tradition des Sinterklaasavond (Nikolausabend) wichtiger.
  • Faröer: Auf den Faröern wird vom 24. Dezember an, 20 Tage lang Weihnachten gefeiert.
  • Ukraine: In der Ukraine findet der Heilige Abend erst am 6. Januar nach dem julianischen Kalender statt.
  • Bulgarien: In Bulgarien feiert man Weihnachten am 25. Dezember. Dieser Tag markiert außerdem das Ende einer Fastenzeit, die am 15. November begann. Am Heiligen Abend werden veganische Gerichte in ungerader Zahl zubereitet. Meistens 7,9 oder 13 Stück.
  • Australien: Ein bekanntes australisches Weihnachtslied „Six White Boomers“, handelt davon, wie der Weihnachtsmann seine Rentiere in sechs große weiße Kängurus eintauscht und auf seiner Reise auch noch einem kleinen Känguru hilft, seine Mutter wiederzufinden.
  • Katalonien (Teil Spaniens): In Katalonien findet am 6. Januar die Bescherung statt. Zudem wird am Heiligen Abend auch die Tradition des Tió de Nadal gefeiert. Dabei wird ein mit Geschenken gefüllter Korb, der mit einem Tuch abgedeckt ist, mit Stöcken geschlagen, damit er die Geschenke herausgibt. Besonders ist auch eine kleine Figur mit dem Namen „caganers“ („Kleiner Scheißer“), die mit heruntergelassener Hose in vielen Krippen zu finden ist.
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